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Autorin: Miriam Meckel

Die Lebensgefährtin von Anne Will beschreibt in diesem autobiografischen Buch ihren Kampf mit dem Burnout-Syndrom, psychisches Erschöpfungssyndrom zu gut Deutsch. Noch keine Volkskrankheit, nein, aber ebenso wenig unbekannt und relativ weit verbreitet und damit durchaus prädistiniert, zur Volkskrankheit in unserer doch so modernen Leistungsgesell-schaft zu werden. Ob der Leser die Beschreibung Meckels von ihrem Alltag in der psychosomatischen Klinik allerdings wirklich etwas wissen muss, ist schwer zu sagen. Kritische Stimmen versagen dem Werk literarisches Können und fundierte Sachlichkeit und sehen es eher als „Tagebuchaufzeichnung“.
Es bleibt wohl dem Leser selbst überlassen, zu entscheiden, ob Sinn und Nutzen auch den Zweck der Erkenntnis der Bewältigung des Burnout-Syndroms dienen – glaubt man der Stimme von Autor Franz Klotz, ist die Promotion des Buches durch die Autorin eher
von Rückfall als von Besserung  gesegnet. Vielleicht fragt er auch zu recht, ob das gut gehen könne?

Rezensiert von: Anke Steidel
224 Seiten, Rohwolt-Verlag
ISBN978-3498045166