Autorin: Angelika Mechtel

Ich stelle das Jugendbuch ,,Cold Turkey“ von Angelika Mechtel vor. Cold Turkey bedeutet ,,Kalter Entzug“ den jeder Drogenabhängige durchmachen muss. Dieses Buch handelt von Andy, einem Jungen, der in die Drogenszene abrutscht.
Die Schriftstellerin „Angelika Mechtel“ wurde 1943 in Dresden geboren und starb im Jahr 2000 in Köln. Sie schrieb Gedichte, Kurzgeschichten, Romane, Sachbücher, Kinder- und Jugendbücher sowie Radio- und Fernsehscripts. Ihren ersten großen Erfolg hatte sie 1968 mit der Erzählung „Die feinen Totengräber“, 1970 folgte der erste Roman „Kaputte Spiele“. 1975 begann sie auch für Kinder und Jugendliche Bücher zu schreiben. Das Jugendbuch „Cold Turkey“ ist aus den 80er Jahren. Heute gehört die Autorin mit ihren Hör- und Fernsehspielen, mit ihren Erzählungen und ihren Romanen zu den wichtigsten Autorinnen des deutschen Sprachraums. Ihre Werke wurden mit dem Literaturpreis ausgezeichnet und vielfach übersetzt.

Hauptpersonen in „Cold Turkey“ sind Simone und ihr vier Jahre älterer Bruder Andy.
Die Geschichte beginnt, als Andy aus dem Knast in eine Entziehungskur zur Entgiftung geht. Er übergibt Simone zum Abschied eine Plastiktüte. In der Tüte befindet sich ein Schuhkarton mit vielen Zetteln, Papierstreifen und herausgerissene Seiten von Schulheften, auf denen Andy seine Gedanken notiert hat. Dadurch kann Simone die letzten drei Jahre von Andys Leben zurückverfolgen. Sie setzt sich auf den Boden in Andys Zimmer, beginnt zu lesen und versucht sich zu erinnern, was alles passiert ist. 
Die Geschichte wird rückblickend erzählt und beginnt, als der 16-jährige Andy aufs Gymnasium geht. Mit seinen Freunden Michi und Anna kifft er ab und zu. Er ist in Anna verliebt und macht mit, weil er ihr gefallen will. Eines Tages wird Andy mit Haschisch erwischt. Daraufhin fliegt er von der Schule. Seine Freunde Anna und Michi wenden sich von ihm ab. Seine strengen Eltern zwingen Andy zu einer Ausbildung und geben ihm Hausarrest. Erst nach einer Weile darf Andy wieder ausgehen, aber nur, wenn seine Schwester dabei ist. Die Eltern meinen, so hätten sie Andy unter Kontrolle. Aber Simone würde ihren Bruder niemals verraten. 

Auf der Straße lernen sie Natalie kennen. 
Natalie ist eine Exfixerin und wohnt in einer Wohngemeinschaft. Andy verliebt sich in Natalie und trifft sich regelmäßig mit ihr. Von Natalie besorgt sich Andy auch wieder Haschisch. Als Andys Eltern von Natalie und von dem Kiffen erfahren, gibt es einen großen Krach. Daraufhin haut Andy von zu Hause ab und zieht in die WG zu Natalie. Am Anfang geht es Andy richtig gut, und er fühlt sich endlich frei. Simone besucht ihren Bruder regelmäßig. Dabei erfährt sie, dass Natalie wieder an der Nadel hängt. Sie hat auch die Vermutung, dass in der WG mit Rauschgift gehandelt wird. Mit der Zeit bemerkt Simone, dass Andy sich mehr und mehr verändert. Er sieht immer ungepflegter aus. Sie merkt, dass sie oft von ihm angelogen wird. Aber das Allerschlimmste ist für Simone, als sie begreift, dass Andy sie sogar beklaut. Sein Leben ist nur noch davon bestimmt, Geld zu beschaffen. Seine Lehrstelle hat er inzwischen auch verloren. 
Simone macht sich große Sorgen um Andy. Als sie Andy zur Rede stellen will, geht sie zur WG und erkennt die traurige Wahrheit: Andy ist vollgepumpt mit Heroin. Simone ist so traurig darüber, dass sie krank wird und hohes Fieber bekommt. Sie spricht im Schlaf, dadurch erfahren die Eltern von der Drogensucht ihres Sohnes. Die Eltern sehen nur einen Ausweg. Sie zeigen ihren Sohn bei der Polizei an. Danach gibt es eine Hausdurchsuchung in der WG und alle kommen in Untersuchungshaft, weil Rauschgift gefunden wird. Simone ist sehr traurig, aber jetzt weiß sie, dass es der einzige Weg war, Andy zu helfen und ihn von Natalie fernzuhalten. Nach der Untersuchungshaft besorgt der Vater Andy einen Platz in einer Entgiftungsklinik. Andy ist jetzt bereit, zu versuchen, von der Sucht loszukommen.


Das Taschenbuch ist 160 Seiten stark und für Jugendliche von 13 bis 15 Jahren empfohlen. 

Rezensiert von Gery W., WRS Berghausen
ISBN-13: 978-3473580170